Schach - Das Spiel der Könige

Mehrere Schachfiguren

Was ist Schach?

Was ist Schach und woher stammt es? Der Begriff "Schach" entstammt dem persischen Begriff "Schah", was übersetzt so viel bedeutet wie "Herrscher" oder "König".

Das Schachspiel wird daher gerne als das königliche Spiel bezeichnet.

Beim Schach handelt es sich um ein raffiniertes Brettspiel, bei dem jeder Spieler zu Beginn dieselbe Anzahl an unterschiedlichen Schachfiguren auf einem Schachbrett besitzt.

Diese Figuren verfügen über verschiedene Fähigkeiten in ihren Zugmöglichkeiten und müssen in einer bestimmten Formation auf den einzelnen Schachfeldern aufgestellt werden.

Ablauf und Ziel des Spiels

Der Spieler mit den weißen Figuren darf dabei den ersten Zug machen.

Jeder Spieler darf jeweils nur einen Spielzug ausführen, ehe der andere Spieler wieder an der Reihe ist.

Ziel des Spiels ist es, den König des Gegenspielers schachmatt zu setzen.

Ein Schachmatt ist dann erreicht, wenn der König direkt von einer gegnerischen Figur bedroht wird und sich dem geforderten Spieler keine Ausweichmöglichkeit mehr bietet, um diese Bedrohung abzuwenden.

Eine Schachpartie kann ebenso durch Aufgabe eines Spielers beendet werden.

Ebenso kommt es häufig vor, dass eine Partie unentschieden ausgeht, wenn z.B. beide Spieler sich darauf einigen oder der Ablauf bzw. die Konstellation auf dem Schachbrett kein Schachmatt mehr zulässt.

In so einem Fall spricht man im Schach von einem Remis.

Die Gegner setzen sich selbst matt.
Man muss nur etwas warten.
Siegbert Tarrasch, Großmeister 1862 - 1934

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Die Geschichte des Schachspiels

Ein junger Schachspieler führt gleichzeitig mehrere Partien

Kein Brettspiel kann eine vergleichbare Geschichte wie das Schachspiel vorweisen. Die Geschichte des weltbekannten Brettspiels reicht vermutlich weit über tausend Jahre zurück.

Wann wurde Schach erfunden?

Wann wurde Schach eigentlich erfunden? Eine erste Form des Schachspiels entstand laut Überlieferungen vermutlich in Indien.

Es finden sich Belege dafür, dass bereits im Jahre 600 n. Chr. das Schachspiel in Persien existierte.

Über das zweite persische Großreich und die islamischen Eroberungskriege gelang das Brettspiel zu immer mehr Bekanntheit.

Man geht davon aus, dass bereits im 13. Jahrhundert, das Schachspiel in Europa etabliert war.

Dabei handelte es sich allerdings um eine etwas andere Form des Spiels mit abweichenden Spielregeln.

Mit Schach schule ich mein Gefühl für Geometrie, was für Tennis und Schach gleichermaßen wichtig ist.
Boris Becker (Tennisspieler)

Reform des Schachspiels

Laut Überlieferungen kam es dann wahrscheinlich im 15. Jahrhundert zu einer grundlegenden Reform des Brettspiels.

Unterschiedliche Zugarten der jeweiligen Figuren wurden definiert und Besonderheiten wie die Rochade wurden etabliert.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Spiel von europäischen Großmeistern immer weiter entwickelt.

Bis das Spiel es im 18. Jahrhundert letztendlich auch in die bürgerliche Schicht der Gesellschaft schaffte.

Die ersten Turniere wurden im größeren Stil abgehalten und die ersten Schachvereine gegründet.

Die Resonanz war enorm und somit war es nur eine Frage der Zeit bis das Brettspiel den Durchbruch schaffte.

Der Durchbruch

Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts war die Sowjetunion die dominierende Schachnation.

Fast alle Weltmeister waren Russen und durch internationale Duelle gelangte das Spiel zu enormer Popularität.

Die ersten Schachcomputer

Die technologische Entwicklung gegen Ende des Jahrhunderts brachte die ersten Schachprogramme hervor, aus denen die ersten Schachcomputer resultierten.

Diese waren zu Beginn erfahrenen Schachspielern noch unterlegen, wurden im Laufe der Jahre aber immer besser. 

Heutzutage sind die modernen Schachcomputer fast ausnahmslos dem Menschen überlegen.

Spielregeln

Einfache Schachfiguren aus Holz

Jeder Spieler besitzt zu Beginn jeweils 16 Figuren einer Farbe.

Insgesamt umfasst ein Schachfiguren-Set 16 Bauern, 4 Türme, 4 Springer, 4 Läufer, 2 Damen und 2 Könige.

Diese Figuren müssen in einer vorgeschriebenen Formationen auf dem Schachbrett aufgestellt werden.

Dabei ist zu beachten, dass das Schachbrett so ausgerichtet wird, dass sich von beiden Seiten ein weißes Feld unten rechts befindet.

 

Am schwersten ist es, ein gewonnenes Spiel zu gewinnen.
Emanuel Lasker, Schachweltmeister 1894-1921

Aufbau der Figuren

Die Bauern bilden die erste Reihe (Front), in der hinteren Reihe werden jeweils von außen nach innen die Türme, Springer und Läufer positioniert.

Die weiße Dame kommt auf das weiße Feld und die schwarze Dame auf das schwarze Feld.

Die Könige nehmen den Platz neben der Dame ein.

Sobald die Figuren ordnungsgemäß aufgebaut wurden, kann die Schachpartie beginnen.

Zugfolge und Regeln

Der Spieler mit den weißen Figuren darf hierbei den ersten Zug machen, anschließend erfolgen einzelne Züge in abwechselnder Reihenfolge.

Jeder Spieler darf nur die Figuren der eigenen Farbe bewegen.

Beim Schachspiel herrscht Zugpflicht, ein Spieler kann keinen Zug aussetzen oder derartiges, es muss eine Figur bewegt werden.

Somit kann ein gegnerischer Spieler unter Zugzwang gesetzt werden, indem er eine Figur zu seinem eigenen Nachteil bewegen muss.

Auf einem Spielfeld darf immer nur eine Schachfigur stehen.

Ein Zug auf ein Feld ist nicht möglich, wenn sich dort bereits eine eigene Figur befindet.

Steht an der Stelle jedoch eine gegnerische Figur, so wird diese geschlagen und vom Spielbrett genommen.

Die geschlagene Figur scheidet aus dem Spiel aus.

Eine Figur darf sich nur über leerstehende Felder bewegen, Ausnahmen sind hierbei der Springer sowie die Rochade.

Zudem darf eine Figur nicht bewegt werden, wenn durch den gedachten Zug, der eigene König durch eine gegnerische Figur bedroht und somit im Schach stehen würde.

Was ich an meinen Freunden am meisten schätze? Grundkenntnisse im Schach.
Wigald Boning (Entertainer)

Figuren

Die verschiedenen Figuren machen den Reiz des Schachspiels aus.

Jede Figur besitzt unterschiedliche Zugmöglichkeiten, dadurch werden den Spielern denkbar unendlich viele Strategien ermöglicht.

In diesem Kapitel sollen die einzelnen Figuren genauer beleuchtet und vorgestellt werden.

Weitere Details finden Sie in der Kategorie "Schachfiguren".

Bauer

Die Bauern bilden beim Schachspiel die Front. In manchen Sprachen wird der Bauer auch als Soldat bezeichnet.

Der Bauer ist die häufigste Figur beim Schach. Jeder Spieler besitzt zu Beginn einer Partie acht Bauern. Der Bauer kann pro Zug um ein Feld nach vorne bewegt werden, vorausgesetzt dieses Feld ist frei.

Wurde der Bauer noch nicht bewegt, so steht es dem Spieler frei, ob er die Figur ein oder zwei Felder nach vorne bewegt. 

Der Bauer schlägt vorwärts diagonal nach links und nach rechts und ist zudem der einzige Spielstein, welcher eine gegnerische Figur en passant schlagen kann.

Durch die große Anzahl an Bauern und deren eingeschränkte Zugmöglichkeiten, wird diese Figur häufig in ihrem Wert unterschätzt.

Unerfahrene Spieler opfern leichtsinnig Bauern um sich eine erdachten Vorteil dadurch zu verschaffen.

Dabei kann der Bauer im Zusammenspiel mit anderen Bauern, einen Gegner in die Enge treiben, Druck aufbauen und ihn in seinen Möglichkeiten einschränken.

Zudem kann jeder Bauer, bei Erreichen der anderen Seite des Spielbretts gegen eine beliebige Figur eingetauscht werden, was ihn in den Endphasen von verlustreichen Partien immer wertvoller macht.

Schachfigur Bauer

Schachfigur Bauer

Wenn auch nicht alle Künstler Schachspieler sind, so sind doch alle Schachspieler Künstler.
Marcel Duchamp

Läufer

Jeder Spieler besitzt zu Beginn einer Partie zwei Läufer. Ein Läufer befindet sich dabei neben der Dame und der andere neben dem König.

Der Läufer kann sich diagonal in alle Richtungen beliebig weit fortbewegen, vorausgesetzt die Felder sind unbesetzt. 

Ein Läufer befindet sich durch seine stets diagonal verlaufende Bewegung das komplette Spiel über auf ein und derselben Spielfeldfarbe, es wird daher zwischen einem schwarzfeldrigen Läufer und einem weißfeldrigen Läufer unterschieden.

Die beiden Läufer können sich somit während einer Partie niemals gegenseitig blockieren. Der Läufer wird in anderen Sprachen auch als Elefant, Bischof oder Schütze bezeichnet.

Schachfigur Läufer

Schachfigur Läufer

Springer

Jeder Spieler besitzt zu Beginn einer Partie zwei Springer. Der Springer ist die einzige Figur, welche sich über andere Figuren hinweg bewegen kann.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um gegnerische oder eigene Figuren handelt.

Der Springer kann sich zu jedem nächstgelegenden Feld fortbewegen, einzige Voraussetzung, das Feld darf sich auf keiner Diagonale oder Geraden von der Startposition aus gesehen befinden.

Bei der Bewegung des Springers ist das Zielfeld somit immer von einer anderen Farbe, als das Feld von dem er sich fortbewegt hat.

Schachfigur Springer

Schachfigur Springer

Turm

Zu Beginn besitzt jeder Spieler zwei Türme, dabei wird zwischen dem Damenturm, welcher sich ganz links auf der Seite der Dame befindet sowie dem Königsturm, welcher sich ganz rechts auf der Seite des Königs befindet unterschieden.

Der Turm darf beliebig weit horizontal und vertikal auf dem Schachbrett bewegt werden. Es ist ihm jedoch nicht gestattet Figuren zu überspringen.

Beide Türme verfügen über die Möglichkeit der Rochade. Der Turm gilt als zweitstärkste Figur beim Schach.

Zu Beginn des Spiels nimmt der Turm aber meist eine unbedeutende Rolle an, da es mehrere Züge benötigt um ihn frei zu spielen und die Rochade gerne genutzt wird.

Der Turm ist eine mächtige Figur im Schach. In anderen Sprachen wird der Turm gerne als Festung, Burg oder Kahn bezeichnet.

Schachfigur Turm

Schachfigur Turm

Schach bietet meiner Meinung nach unsterbliche Geistesblitze ohne Ende.
Prof. Eckhard Freise

Dame

Die Dame ist die mächtigste Figur beim Schach, sie kann sich beliebig in vertikaler, horizontaler und diagonaler Richtung bewegen.

Sie besitzt somit die Fähigkeiten eines Turms und eines Läufers. Über andere Figuren springen ist aber auch der Dame untersagt.

Jeder Spieler besitzt nur eine Dame, was ihr einen besonderen Wert beikommen lässt. Unerfahrene Spieler richten ihr ganzes Spiel an der Dame aus, was nicht selten zu einer Überbewertung der Dame führt, denn ist diese einmal geschlagen, fällt die Strategie des Spielers in sich zusammen.

In anderen Sprachen wird die Dame als Minister, Königin, Feldheer oder Führer bezeichnet.

Schachfigur Dame

Schachfigur Dame

König

Der König ist die wichtigste Figur beim Schach. Jeder Spieler besitzt einen König, welcher horizontal, vertikal und diagonal immer um ein Spielfeld bewegt werden kann.

Der König ist die zentrale Figur im Spiel, denn wurde diese vom gegnerischen Spieler matt gesetzt, ist das Spiel sofort beendet.

Ein König steht dann im matt, wenn er von einer gegnerischen Figur direkt bedroht wird und diese Bedrohung durch einen Zug nicht mehr abgewandt werden kann.

Der König kann mit Hilfe einer Rochade in Sicherheit gebracht werden, Voraussetzung hierfür ist, dass beide Figuren (König und der jeweilige Turm) bis zur Rochade nicht bewegt worden sein.

Schachfigur König

Schachfigur König

Absolut korrektes Spiel gibt es nur in der Theorie.
Garry Kasparow

Das Spielziel

Eine Schachpartie ist dann beendet, wenn einer der Könige schachmatt gesetzt wurde oder ein Spieler aufgibt.

Zudem kann ein Spiel auch Remis ausgehen, so eine Partie wird dann als unentschieden gewertet.

Es gibt mehrere Möglichkeiten wie ein Remis zustande kommen kann, z.B. wenn kein legaler Zug mehr möglich ist oder wenn nur noch die beiden Könige und ein Springer oder ein Läufer auf dem Spielbrett stehen.

In diesem Fall kann theoretisch kein Matt mehr erfolgen. Wenn eine Partie, wie im Turnierschach üblich, mit einer Schachuhr bestritten wird, so ist die Partie bei Zeitüberschreitung beendet.

Verloren hat der Spieler dann aber nur, wenn der Gegenspieler ihn durch eine regelgemäße Zugfolge matt setzen kann, ist dies nicht der Fall, so endet auch diese Partie mit einem Remis.

Zur Schachetikette gehört es, dass der Verlierer dem Gewinner die Hand reicht und zu der erfolgreichen Partie gratuliert.

Schach als sportliche Disziplin

Zwei Schachspieler im Park

Durch die enorme und stetig wachsende Popularität ist das Brettspiel in alle Bereiche der Gesellschaft durchgedrungen.

Unzählige Schachvereine wurden gegründet und mit der Einführung von Schachturnieren, welche bereits im 19. Jahrhundert stattfanden, hat sich das Schachspiel auch als Wettbewerb etabliert.

Mittlerweile wird Schach auch in Deutschland als Sportart anerkannt. Hier wurden und werden immer noch viele Diskussionen geführt, ob Schach ein förderungswürdiger Sport sei.

Die körperliche und psychische Belastung während einer Schachpartie konnte durch Untersuchungen nachgewiesen werden.

Als olympische Disziplin wurde der Schachsport allerdings noch nicht anerkannt, auch wenn er vereinzelt an Demonstrationswettbewerben vertreten war.

Die Frage ob Schach als Sport zu bezeichnen ist, ist weiterhin umstritten und hart diskutiert. Für Schachliebhaber und Kenner des Spiels sind diese Diskussionen eine einzige Zumutung.

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