Autor: Simon Miller

Das Wichtigs­te in Kürze:

  • Größe und Propor­tio­nen: Ein gutes Schach­brett sollte eine Feldgrö­ße von 4,5 bis 5,5 cm und eine Königs­hö­he von 7,6 bis 9,5 cm haben, um die beste Spiel­erfah­rung zu gewährleisten.
  • Materi­al­viel­falt: Schach­bret­ter gibt es in zahlrei­chen Materia­li­en, wie Holz, Stein, Glas und Kunst­stoff, sodass für jeden Geschmack und Bedarf eine passen­de Varian­te zu finden ist.
  • Schach­no­ta­ti­on: Die algebra­ische Notati­on ermög­licht es, Schach­par­tien präzi­se zu dokumen­tie­ren, indem Felder und Züge mit klaren Abkür­zun­gen wie „K“, „D“ oder „T“ für König, Dame und Turm gekenn­zeich­net werden.

Hier finden Sie Infor­ma­tio­nen rund um das Schach­brett, wie dieses aufge­baut ist und was genau es mit der Schach­no­ta­ti­on auf sich hat.

Außer­dem zeigen wir Ihnen die unter­schied­lichs­ten Ausfüh­run­gen eines Schachbretts.

Aufbau des Schachbretts

Ein Schach­brett besteht aus 64 quadra­ti­schen Feldern, welche in einem 8 x 8 Gitter angelegt sind. Diese werden zusätz­lich in 32 helle und 32 dunkle Felder unter­teilt, welche sich waage­recht und senkrecht abwech­selnd anord­nen und so das weltweit bekann­te Schach­brett­mus­ter ergeben.

Tradi­tio­nel­ler Farbton

Die Farbfel­der sind tradi­tio­nell schwarz und weiß, generell kann aber zwischen einem dunkle­ren und einem helle­ren Farbton unter­schie­den werden.

Zudem verfü­gen manche Schach­bret­ter über Zahlen und Buchsta­ben an den Seiten­rän­dern, welche zur Schach­no­ta­ti­on verwen­det werden können. Wie genau das funktio­niert erfah­ren Sie im zugehö­ri­gen Kapitel Schach­no­ta­ti­on dieses Artikels.

Auch kunst­vol­le Verzie­run­gen an den Rändern sind bei hochwer­ti­gen Schach­bret­tern keine Seltenheit.

Schach­fi­gu­ren auf einem Schachbrett

Der Aufbau der einzel­nen Schach­fel­der ergibt somit das Schach­brett. Zudem verfügt jede Figur über ein spezi­ell für sie vorge­se­he­nes Feld in der Start­for­ma­ti­on.

Hierzu finden Sie weite­re Infor­ma­tio­nen in der Rubrik Schach­fi­gu­ren.

Stelle das Brett so, dass die Sonne in die Augen deines Gegners scheint.

Ruy López

Wie groß ist ein norma­les Schachbrett?

Wie groß ein norma­les Schach­brett sein sollte, hängt von dem vorhan­de­nen Platz und der Inten­ti­on dahin­ter ab.

Wer beispiels­wei­se das Schach­brett auf Reisen mitneh­men möchte, sollte sich ein meist kleine­res Reise­schach zulegen. Wenn es aller­dings nur zuhau­se auf dem Tisch steht, genügt ein Schach­brett oder eine klapp­ba­re Schach­kas­set­te.

Empfoh­len

Der Weltschach­ver­band empfiehlt hierbei eine Feldgrö­ße von 5 bis 6 cm und daraus resul­tie­rend eine Königs­hö­he von 9,5 cm.

Das sind aller­dings nur empfoh­le­ne Werte, da Schach­bret­ter jede Größe haben können, solan­ge die Propor­tio­nen des Sockels des Königs zum Feld stimmen. Denn der Sockel darf ledig­lich 75 – 80% des Feldes betragen.

Nachfol­gend haben wir einige Feld- und Königs­grö­ßen aufge­zeigt, welche gut mitein­an­der harmonieren.

  • Feldgrö­ße von 4,5 cm und Königs­hö­he von 7,6 cm
  • Feldgrö­ße von 5,0 cm und Königs­hö­he von 8,3 cm
  • Feldgrö­ße von 5,0 cm und Königs­hö­he von 9,5 cm
  • Feldgrö­ße von 5,5 cm und Königs­hö­he von 9,5 cm
  • Feldgrö­ße von 5,7 cm und Königs­hö­he von 9,5 cm

Schach­no­ta­ti­on

Für die Aufzeich­nung von Schach­par­tien werden Schach­no­ta­tio­nen verwendet.

Diese unter­tei­len sich in zwei unter­schied­li­che Aufzeich­nungs­ar­ten – die algebra­ische Schach­no­ta­ti­on und die ausführ­li­che Schach­no­ta­ti­on.

Gut zu wissen

Durch die Schach­no­ta­tio­nen können ganze Partien nieder­ge­schrie­ben und nachge­spielt werden. Schach­auf­ga­ben und Lösun­gen können somit schrift­lich abgebil­det bzw. nachge­baut werden.

Wie funktio­niert eine algebra­ische Schachnotation?

Bei der algebra­ischen Schach­no­ta­ti­on handelt es sich um die weltweit verbrei­tets­te.

Hierbei werden die Schach­bret­ter seitlich am Rand mit Kennzeich­nun­gen verse­hen. Dabei erhal­ten die waage­rech­ten Reihen Buchsta­ben von a‑h und die senkrech­ten Linien Zahlen von 1 – 8.

Diese Kennzeich­nun­gen ermög­li­chen das genaue Bestim­men jeder Figur auf dem Feld, da jedem Feld ein eindeu­ti­ger Name zugeord­net werden kann.

Damit man auch weiß, von welcher Figur die Rede ist, werden diese durch ihre großen Anfangs­buch­sta­ben abgekürzt.

Das sieht dann wie folgt aus:

König = K
Dame = D
Läufer = L
Sprin­ger = S
Turm = T

Für die Bauern wird keine Abkür­zung gebraucht, da diese laut den Regeln des Weltschach­ver­ban­des FIDE ohne Abkür­zung angege­ben werden können.

Einige Beispie­le für Notatio­nen könnten wie folgt aussehen:

Beispiel

De2: Dame auf e2
b3: Bauer auf b3
Sc3: Sprin­ger auf c3
Kc1: König auf c1

Wie funktio­niert eine ausführ­li­che Schachnotation?

Bei der ausführ­li­chen algebra­ischen Schach­no­ta­ti­on werden die Figuren (außer Bauer) als Buchsta­ben abgekürzt und sowohl das Ausgangs-, als auch das Zielfeld angegeben.

Zudem wird zwischen dem Ausgangs- und Zielfeld notiert, ob die Figur auf einem leeren Feld gelan­det ist (Halbge­viert­strich „ – “) oder ob sie eine gegne­ri­sche Figur geschla­gen hat (Malzei­chen „ד oder x).

Bei Schach­ge­bo­ten kommt „+“ hinter das Zielfeld, bei einem Matt eine Raute „#“, bei Remis ein Gleich­heits­zei­chen „=“ und bei einem Schla­gen en passant ein „e.p.“.

Eine kleine Rocha­de wird zudem mit 0 – 0 gekenn­zeich­net und eine große Rocha­de mit 0 – 0 – 0.

Beispiel

Sprin­ger b1 auf c3: Sb1 – c3
Bauer c2 schlägt Sprin­ger c3: c2xSc3
Turm d1 auf d8, setzt den König Matt: Td1 – d8#

Damit man den Überblick aller Abkür­zun­gen behält, befin­det sich nachfol­gend eine übersicht­li­che Tabel­le.

Schach­zugAbkür­zung

freies Feld

Halbge­viert­strich „ – “

Schlag­zü­ge

Malzei­chen „ד oder x

Schach­ge­bo­te

Plus „+“

Matt

Raute „#“

Remis

Gleich­heits­zei­chen „=“

en passant

„e.p.“

kleine Rocha­de

0 – 0

große Rocha­de

0 – 0 – 0

Ausfüh­run­gen

Schach­bret­ter können und werden in den unter­schied­lichs­ten Materia­li­en hergestellt.

Egal ob aus

  • Holz
  • Stein
  • Glas
  • Kunst­stoff

Das sogenann­te Schach­brett­mus­ter lässt sich auf fast jeder ebenen Oberflä­che abbilden.

Das Schach­brett gibt es zudem in vielfäl­ti­gen Ausfüh­run­gen, so gibt es z.B. das einfa­che klassi­sche Schach­brett, welches aus einem Stück gefer­tigt wird.

Die Schach­kas­set­te hinge­gen ist ein klapp­ba­res Schach­brett. Diese Form des Schach­bretts eignet sich hervor­ra­gend für den Trans­port. Im Inneren befin­den sich hierbei meist die Schach­fi­gu­ren.

Holzfi­gu­ren in einer Schachkassette

Kleine­re Varian­ten von Schach­bret­tern werden auch als Reise­schach bezeichnet.

Exper­ten­tipp

Reise­schach ist perfekt für den mobilen Einsatz geeig­net, da diese kleinen Bretter meist über magne­ti­sche Figuren verfü­gen, welche auf den Schach­bret­tern haften bleiben und somit auch bei einem unruhi­gen Grund eine Partie Schach zulassen.

Beim Riesen­schach handelt es sich um überdi­men­sio­na­le Ausfüh­run­gen des Brett­spiels, diese sind in der Regel statio­när und werden spezi­ell gefertigt.

Riesenschach

Man findet sie unter anderem regel­mä­ßig in Parkan­la­gen. Statio­nä­re Schach­bret­ter gibt es aber auch in norma­len Ausfüh­run­gen, meistens an Ferien­or­ten oder öffent­li­chen Plätzen.

Diese sind häufig aus Stein und die Figuren in der Regel aus Holz oder Kunst­stoff.

Zu den Ausfüh­run­gen für Erwach­se­ne, gibt es auch Schach­spie­le für Kinder, welche sich durch kräfti­ge, bunte Farben und kreati­ve Varian­ten auszeichnen.

Schach­bret­ter für Blinde

Es gibt auch Schach­bret­ter für Blinde, hierbei liegen die dunklen Felder etwas höher als die hellen Felder. Der Spieler kann somit Positio­nen ertas­ten.

Beim Blinden­schach werden die Figuren in der Regel in das Schach­brett mit Hilfe eines kleinen Zapfens oder Ähnli­chem gesteckt.

Als zusätz­li­che Unter­stüt­zung sind die schwar­zen Figuren mit einer Metall­ku­gel an der Spitze ausgerüstet.

Turnier­schach­brett

Turnier­schach­bret­ter unter­lie­gen gewis­sen Aufla­gen was das Materi­al und die Größe des Spiel­bretts betrifft. So dürfen laut dem Weltschach­ver­band FIDE ledig­lich Holz, Plastik, Pappe, Stein und Tücher als Materia­li­en verwen­det werden.

Außer­dem sollen sich die Figuren dem jewei­li­gen Schach­brett bezüg­lich der Größe anpassen.

Da man Turnier­spie­le häufig notiert, müssen die Felder eindeu­tig zugeord­net werden können.

Deshalb verfü­gen Turnier­schach­bret­ter über eine sogenann­te Schach­no­ta­ti­on, den seitli­chen Kennzeich­nun­gen der Zeilen und Linien durch Zahlen und Buchstaben.

Die genau­en Anfor­de­run­gen an ein Turnier­schach­brett hängen immer von dem jewei­li­gen Verein, Wettbe­werb oder der Liga ab, welche das Turnier veran­stal­tet. Sie legen fest, welche Größe die einzel­nen Felder und der König haben dürfen.

Wie groß ist ein Turnierschachbrett?

Der Weltschach­ver­band FIDE gibt an, dass die Größe eines Schach­brett-Feldes zwischen 5 und 6 cm und die Königs­hö­he 9,5 cm betra­gen sollte.

Davon weicht der ameri­ka­ni­sche Schach­ver­band (USCF) aller­dings gering­fü­gig ab.

Dieser gibt vor, dass die Größe eines Schach­brett-Feldes zwischen 5 und 6,35 cm und die Königs­hö­he zwischen 8,5 und 11,4 cm liegen sollte.

Auch die deutsche Schach­bun­des­li­ga setzt eigene Standards voraus. Somit soll die Größe eines Schach­brett-Feldes 5,8 cm betra­gen und die Königs­hö­he (Staun­ton-Schach­fi­gu­ren) 9,5 cm.

Beim Durch­mes­ser des Sockels des Königs sind sie sich aller­dings einig.

Dieser soll zwischen 40 und 50 % der Königs­hö­he betra­gen. Zudem darf der Durch­mes­ser nur etwa 75 – 80 % eines Schach­brett-Feldes einnehmen.

Dadurch soll gewähr­leis­tet werden, dass die Schach­fi­gu­ren zuein­an­der genügend Abstand halten und somit das Analy­sie­ren des Schach­bret­tes durch den Spieler vereinfachen.

Demons­tra­ti­ons­brett

Unter einem Demons­tra­ti­ons­schach­brett versteht man ein an die Wand gehäng­tes Schach­brett.

Dieses ist meistens ziemlich groß und magne­tisch, da mit einem derar­ti­gen Brett Schach­stel­lun­gen einem größe­ren Kreis an Zuschau­ern präsen­tiert und vorge­stellt werden sollen.

Verwen­dungs­zweck

Demons­tra­ti­ons­schach­bret­ter eignen sich für Schulun­gen, Semina­re und dergleichen.

Heutzu­ta­ge sind diese Bretter meistens elektri­fi­ziert, sodass eine Verän­de­rung der Positio­nen nicht mehr von Hand erfol­gen muss.

Über Senso­ren werden die jewei­li­gen Züge erkannt und an das Demons­tra­ti­ons­brett weitergegeben.

Schach­bret­ter im Vergleich

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FAQ

Nachfol­gend wurden einige häufig gestell­te Fragen beantwortet:

Wer hat das Schach­brett erfunden?

Das Schach­spiel und somit das Schach­brett wurde vor über 1400 Jahren von einem weisen Mann in Indien erfun­den. Damals nannte man es noch Chaturanga.

Wie muss das Schach­brett stehen?

Das Schach­brett wird so positio­niert, dass sich aus Sicht eines Spielers auf der rechten Seite jeweils ein weißes bzw. helles Feld befindet.

Wie nennt man die obers­te und unters­te Reihe des Schachbretts?

Die obers­te und unters­te Reihe des Schach­bretts wird als Grund­rei­he bezeich­net. Sie ist die erste Reihe aus Sicht eines Spielers. Auf ihr werden König, Dame, Läufer, Sprin­ger und Türme in einer vorge­ge­be­nen Reihen­fol­ge positioniert.

Wie heißen die Felder beim Schach?

Die waage­recht neben­ein­an­der liegen­den Felder heißen Reihen (bspw. 1.Reihe, 2.Reihe), die senkrecht überein­an­der liegen­den Felder Linien (bspw. a‑Linie, b‑Linie) und die diago­nal zuein­an­der liegen­den Felder Diago­na­le (a1-h8).

Die am Brett­rand liegen­den Felder werden Randfel­der genannt und die in den Ecken Eckfel­der.

Wie heißen acht Felder die auf dem Schach­brett neben­ein­an­der liegen?

Acht neben­ein­an­der liegen­de Felder werden als Reihe bezeichnet.

Wie heißt die Mitte des Schachbretts?

Die Mitte des Schach­bretts besteht aus vier neben­ein­an­der liegen­den Feldern, welche Zentrums­fel­der genannt werden.

Was notie­ren Schachspieler?

Schach­spie­ler notie­ren die Züge von Schach­spie­len, um diese später zu analy­sie­ren und im besten Fall daraus zu lernen.

Über den Autor

Simon Miller

Simon ist leidenschaftlicher Schachspieler. Bereits seit frühester Kindheit begeistert er sich für das Spiel der Könige. Auf Schachbrett Vergleich schreibt er zu den unterschiedlichsten Themen.

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